Auf Kath.net wird mein kleiner Beitrag zur Theistischen Evolution (unter besonderer Berücksichtigung der Arbeit Thomas von Aquins, der den metaphysischen Grundgedanken der Theistischen Evolution formulierte, und der Humanisations- oder Hominisationstheorie Pierre Teilhard de Chardins), rege und kontrovers diskutiert, obwohl er zur Sache eigentlich nichts Neues bringt. Es handelt sich um die Zweitveröffentlichung eines 2010 publizierten Blogbeitrags; die Kath.net-Ausgabe des Textes leidet etwas unter dem Wegfall sämtlicher Hervorhebungen – die kursiv gesetzten Passagen werden als solche leider nicht übernommen.

Aus Zeitgründen kann ich mich leider nicht an der Diskussion beteiligen, möchte aber die Gelegenheit nutzen, darauf hinzuweisen, dass sich das Thema „Schöpfung und Evolution“ aus philosophischer Sicht dem Topos „Religion und Wissenschaft“ einordnen lässt, zu dem ich im „Darwinjahr“ 2009 einen längeren Vortrag hielt, der auch auf die Theistische Evolution näher eingeht. Ergänzend möchte ich auf einen Text verweisen, in dem ich der Frage nachgehe, ob die Evolution unser Leben erklärt. Ich setze mich darin kritisch mit dem evolutionistischen Blick auf die Religion auseinander.

Der Kollege von Invenimus Messiam, der sich ebenfalls schon in Gestalt einer „kleinen Serie“ zum Thema geäußert hat (insbesondere setzt er sich kritisch mit Kreationismus und Intelligent Design auseinander), bespricht den Kath.net-Text wohlwollend, formuliert aber auch eine kritische Anmerkung, auf die ich vor Ort im Kommentarbereich eingehe. Auch dort sind für Interessenten weitere Hinweise erhältlich, etwa zum Verhältnis von Katholizismus und Physikotheologie in ideengeschichtlicher Perspektive.

(Josef Bordat)