Vor einem Jahr ging die Petition Pro Ecclesia online. Daran erinnern die Initiatoren heute mit einer Presseerklärung.

Die Unterschriftenaktion, die in den Wochen nach der Veröffentlichung der Petition stattfand, konnte längst erfolgreich abgeschlossen werden: 15.000 Katholiken unterzeichneten binnen zwei Monaten die Petition, die damit zu einem wichtigen Dokument der jüngeren deutschen Kirchengeschichte wurde.

Die Aktion ist vorbei, die Anliegen der Petition Pro Ecclesia sind hingegen aktueller denn je, wurden ihre Initiatoren und Unterzeichner doch durch den Deutschlandbesuch Papst Benedikts XVI. im September 2011 in ihrer Haltung nachdrücklich bestärkt. Denn in ihrer Ausrichtung auf das Wesentliche, auf den christlichen Glauben katholischer Prägung, nahmen die in der Petition formulierten sieben Bitten an die Bischöfe die Kritik der Fixierung auf die äußere Struktur und die Problematisierung der vielfältigen sozio-politischen Verpflechtungen gleichsam vorweg, die sich in Benedikts Forderung nach „Entweltlichung“ der Kirche verdichten sollten.

Die Petition Pro Ecclesia war eine angemessene Reaktion auf das Theologen-Memorandum „Kirche 2011 – ein notwendiger Aufbruch“, sie ist nach wie vor inhaltlich wegweisend und zielführend und wird auch in Zukunft eine Richtschnur für echte Reformen der Katholischen Kirche in Deutschland bleiben. Für das im Oktober 2012 beginnende Jahr des Glaubens kann sie Klerikern und Laien wertvolle Impulse geben.

Den Initiatoren der Petition Pro Ecclesia sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich gedankt!

(Josef Bordat)

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