In dieser Woche hat sich Oliver Maksan, Chefredakteur und Geschäftsführer der katholischen „Die Tagespost“ in einem ausführlichen Schreiben an die Leser und Abonnenten der Zeitung gewandt und um finanzielle Unterstützung des in wirtschaftliche Schieflage geratenen Verlagshauses gebeten: „Wenn die Zukunft der Tagespost in den Händen der Leser liegt, sind wir als unabhängige Stimme der Katholiken im deutschen Sprachraum noch glaubwürdiger“.

In den vorangegangenen Monaten hatten Gesellschafter und Geschäftsführung der Johann Wilhelm Naumann Verlags GmbH bereits gemeinsam ein Sanierungskonzept erarbeitet, um die Zeitung wieder auf Wachstumskurs bringen zu können. Massive Verluste infolge von todesfallbedingten Kündigungen und fehlende Mittel für die erforderliche Gewinnung von Neulesern bedrohen die Existenz des Verlags. Dabei halten Experten ein Marktpotenzial der Tagespost von bis zu 75.000 Lesern in Deutschland, Österreich und der Schweiz für realistisch.

Gleichzeitig verhinderte die bisherige zweitägliche Erscheinungsweise die klare Ausrichtung als hochaktuell berichtende Tageszeitung oder als vertiefend informierende Wochenzeitung. Zur Auflösung dieses Konflikts wird die gedruckte Ausgabe der Zeitung ab Januar 2018 als Wochenzeitung erscheinen. Parallel dazu ergänzt eine neu im Aufbau befindliche Online-Redaktion den Aktualitätsanspruch der Zeitung. Ab Dezember berichtet die Tagespost tagesaktuell auf ihrer dann frisch renovierten Internetseite.

(Josef Bordat)

%d Bloggern gefällt das: