Kreuzerhöhung

14. September 2017


Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der (an ihn) glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. (Johannes 3, 13-17)

Heute feiern wir Kreuzerhöhung. Und das passt ganz wunderbar zur Liebe Gottes, die in dieser Perikope besungen wird, denn die Liebe Gottes zeigt sich gerade am Kreuz, in der Hingabe, die Rettung bringt: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat“. Das ist die Zusammenfassung des christlichen Glaubens. Dieses Bekenntnis eint uns Christen über alle konfessionellen Grenzen hinweg. Es ist die Summe der Sendung Jesu in die Welt, die Spitze der Liebe Gottes: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“

Friedrich Kardinal Wetter, der emeritierte Erzbischof von München-Freising, hat diese Botschaft einmal wie folgt gedeutet: „Für uns Christen besteht unsere Gottesbeziehung nicht in einem vagen Gefühl und in Unverbindlichkeit. Wir stehen vor unserem Gott, der uns in Jesus Christus ganz nahe gekommen ist und uns gesagt und gezeigt hat, wer er ist: Er ist Liebe. Ja, Gott liebt nicht nur; er ist Liebe. Seine Liebe ruft uns an, mit ihr will er uns glücklich machen. Darauf gilt es zu antworten. Vor ihm gibt es keine Neutralität, vor ihm muss man sich entscheiden. Den Ruf seiner Liebe beantworten wir mit unserer Liebe. Das verändert und prägt unser Leben“. Lassen wir uns in der Liebe Gottes verändern und prägen. Damit wir immer mehr an Christus glauben und in Ihm das ewige Leben haben.

(Josef Bordat)

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