Ich war jung…

5. Dezember 2012


und veröffentlichte einen Text bei Kreuz.net.

Ganz zu Anfang meiner Arbeit als Blogger hatte ich noch keinen Überblick über die katholischen Seiten des Netzes. Ich will nicht behaupten, dass ich ihn heute habe, doch bin ich in den letzten fünf Jahren in dieser Hinsicht gereift. Anfang 2008 war ich jedoch noch recht unbedarft und habe versucht, in verschiedenen katholischen Medien (oder eben solchen, die sich dafür ausgaben) Fuß zu fassen und diesen dafür gelegentlich Beiträge zugesandt.

Regelmäßig schrieb ich damals für niedrigschwellige bürgerjournalistische Angebote, die sogar gelegentlich dafür gezahlt haben. Am 25. Februar 2008 veröffentlichte ich in der Reader’s Edition einen Text mit dem Titel Bravo, Böhmer! Ein Kommentar.

Dieser Text wurde in der Wochenbilanz der Redaktion (29. Februar 2008) wie folgt kommentiert: „Unser Stamm-Autor Josef Bordat titelt da allerdings lieber ,Bravo, Böhmer! Ein Kommentar‘ und trifft damit – ganz provokant – den Nagel wohl auf den Kopf. Der Sache zugrunde liegen die Aussagen von Wolfgang Böhmer. Seines Zeichens Gynäkologe und nun Sachsen-Anhalts Ministerpräsident, der die zunehmenden Babymorde in Deutschlands Osten mit der anscheinend immer noch präsenten DDR-Mentalität zu erklären sucht. Bordat allerdings liegt fern, dessen Theorien sofort in eine ,Schmuddelecke‘ zu stellen, wie andere das bereits getan haben. Es gehe hier weniger um ein Ost-West-Problem als vielmehr um das vorherrschende Menschenbild heutiger Zeit, betont er nachdrücklich und stellt im Anschluss daran die Thesen des australischen Abtreibungsbefürworters Peter Singer vor, der wesentlichen Aufschluss über den anscheinend vorherrschenden Interessenskonflikt geben kann. Allerdings ist das nur die halbe Miete auf dem Weg zu einem Erklärungsversuch. Bordat appelliert deshalb: ,Die neue Armut muss ernstgenommen werden‘. Hohe Arbeitslosigkeit, die fast zwangsläufig mit Armut verbunden ist – ein Problem, das gerade im Osten verstärkt auftritt. Sein Fazit deshalb: ,die interessenzentrierte Denkweise (kann) zu einem ideologischen Überbau auswachsen, der den sowieso schon leichtfertigen Umgang mit menschlichem Leben weiter erleichtert. Darauf verwiesen zu haben, wenn auch etwas ungestüm, ist zweifelsohne Böhmers Verdienst‘.“

Wenig später – ermutigt durch die wohlwollende Kritik der Redaktion eines nicht-kirchlichen Berliner Online-Angebots – reichte ich den Beitrag bei verschiedenen christlichen Portalen ein. Mir ging es um die Verbreitung einer aufklärenden Verteidigung Böhmers, der für seine Einlassung – oh, Wunder! – hart und unsachlich angegangen wurde; vor allem stieß mich die Oberflächlichkeit der Zeitungskommentare zur Causa Böhmer ab. Statt zumindest hilfsweise zu versuchen, seine Position zu rekonstruieren, schoss man sich auf seine Person ein. Da ich damals Kreuz.net nur dem Namen nach kannte und ich mir gut vorstellen konnte, den Text im Rahmen „katholischer Nachrichten“ veröffentlicht zu sehen, bot ich auch dieser Seite meinen Beitrag an, der dort auch tatsächlich zeitnah veröffentlicht wurde.

Also: Ja, ich hatte E-Mail-Kontakt mit der Redaktion von Kreuz.net. Einmal. Und: Ja, ich habe bei Kreuz.net veröffentlicht. Einen Text.

Das ist alles.

Ansonsten gilt: „Zwischen dem Blog von Dr. Josef Bordat und kreuz.net bestehen im Anspruch und Auftreten doch gewisse Unterschiede.“

(Josef Bordat)

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