Das ging ja schnell

3. November 2015


Um 11:42 bezeichne ich das Abbrennen von Gebäuden und Fahrzeugen als das, was das Abbrennen von Gebäuden und Fahrzeugen ist: ein vorzivilisatorischer Gewaltakt, der durch nichts gerechtfertigt werden kann, um 14:24 Uhr erfolgt der erste Einschüchterungsversuch anonymer Provenienz mit dem Betreff „Anfrage“.

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Soweit sind wir also. Von wegen Pogromstimmung. Da ich kein Auto habe, bezieht sich die Drohung wohl auf das Haus, in dem ich wohne und dessen Adresse bekannt ist. Weiterhin wohnen in diesem aber noch meine Frau und zwei Familien. Das gilt es dann vielleicht doch noch mitzubedenken. Vor dem Anschlag.

Nein, nein: Ich nehme die Drohung ernst. Das muss ich wohl, nachdem, was passiert ist. Die Gewaltanwendungsbereitschaft scheint praktisch grenzenlos. Die „vollständige, auch physische Vernichtung des Gegners“ (so beschrieb es eine Kollegin treffend) ist das Ziel, das erreicht werden will.

Die Mail habe ich weitergeleitet an die für meinen Bezirk zuständige Polizeidirektion 4 (Abschnitt 42). Bis zur Klärung des Sachverhalts, d.h. bis zu einer verlässlichen Einschätzung der tatsächlichen Gefährdungslage werde ich Jobo72’s Weblog einstellen, um die Gefahr eines Brandanschlags auf das Haus, in dem u. a. ich wohne, nach meinen Möglichkeiten maximal herabzusenken.

Ich bitte um Verständnis und bedanke mich bei den Leserinnen und Lesern, insbesondere bei denjenigen, die manchmal oder oft nicht meiner Meinung sind und mir dennoch zugestehen, am Leben zu bleiben.

(Josef Bordat)

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