Heute vor 20 Jahren wurde das Klima-Protokoll von Kyoto verabschiedet. Darin verpflichteten sich die Industrieländer, ihren jährlichen Treibhausgasausstoß innerhalb der sogenannten ersten Verpflichtungsperiode (2008–2012) um durchschnittlich 5,2 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Diese Emissionsminderungen wurden erreicht. Für Schwellen- und Entwicklungsländer gab es keine festgelegten Reduktionsmengen.

Auf der UN-Klimakonferenz in Durban 2011 einigten sich die Staatenvertreter, das Kyoto-Protokoll zunächst mit einer zweiten Verpflichtungsperiode zu verlängern. Über die Reduktionsbeiträge und die Dauer der zweiten Verpflichtungsperiode wurde auf der UN-Klimakonferenz in Doha 2012 entschieden. Man einigte sich auf die Fortführung des Kyoto-Protokolls bis 2020. Allerdings ist das Kyoto II-Protokoll noch nicht in Kraft, weil in zahlreichen Mitgliedsstaaten eine Ratifizierung noch aussteht. Auch die Europäische Union hat die Änderungen bis dato noch nicht ratifiziert (nachdem Polen als Bedingung für seine notwendige Zustimmung die Finanzierung neuer Kohlekraftwerke durch die EU gefordert hatte).

Auf die Bedeutung des Klimaschutzes hatte auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika Laudato si’ (2015) deutlich hingewiesen; er nannte es „eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen an die Menschheit“, den Treibhausgasausstoß zu reduzieren.

(Josef Bordat)

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